Fuchsspur Taunus · seit 2020

Journal

Feldnotizen

12. Oktober · 9 °C · leichter Westwind

Der Rüde am Birkenufer

18:20. Er kommt aus dem Unterholz, bleibt zwei Sekunden stehen, prüft den Wind, dann läuft er im typischen Schnüren den Uferpfad entlang. Am dritten Abend dieselbe Minute. Ich habe das Zelt danach abgebaut — drei Abende sind genug.

Rotfuchs zwischen Birken am Seeufer im Herbst
Birkenufer, 600 mm, aus dem Tarnzelt.

27. September · Nebel

Morgennebel an der Streuobstwiese

Kurz nach Sonnenaufgang zwei Jungfüchse zwischen den Apfelbäumen. Fallobst ist im Herbst ein wichtiger Teil ihrer Nahrung. Sie jagen sich, ducken sich, springen sich an — wenige Wochen später sind die meisten abgewandert.

18. August · trocken, 24 °C

Mäuseln im Stoppelfeld

Nach der Ernte sind Feldmäuse leicht zu hören. Die Fähe steht still, Ohren nach vorn, dann der steile Sprung. Elf Versuche, ein Treffer.

2. Juni · bedeckt

Zwei Welpen am Wurzelbau

Zwei Fuchswelpen spielen zwischen Baumwurzeln
Aus großer Entfernung; der Bau wird hier nicht beschrieben.

Vier Welpen vor dem Bau, das Fell noch graubraun. Nach zwanzig Minuten abgebrochen: Die Fähe war unruhig. Baue im Frühjahr besuche ich nur mit großem Abstand und nie zweimal in einer Woche.

21. Januar · −6 °C · Neuschnee

Schnüren im Neuschnee

Rotfuchs läuft durch verschneiten Fichtenwald
Nach dem ersten richtigen Schnee des Winters.

Die Spur verrät mehr als jedes Bild: gerade wie mit dem Lineal gezogen, Hinterpfote im Abdruck der Vorderpfote. Nach hundert Metern ein Abstecher zu einem Mauseloch, dann zurück auf die Linie.