Fotojournal · Herbst 2026
Wer warten kann, sieht den Fuchs.
Sechs Jahre, über zweihundert Ansitze und ein paar Dutzend Bilder, auf die ich stolz bin. Notizen über Rotfüchse zwischen Feldberg und Wetterau.
Über dieses Journal
Das häufigste Raubtier Deutschlands — und kaum jemand hat es je in Ruhe gesehen.
Füchse leben näher an uns, als wir glauben: am Waldrand hinter der Siedlung, in den Streuobstwiesen, neben dem Wanderparkplatz. Gesehen werden sie trotzdem selten, denn sie kennen uns besser als wir sie.
Ich fotografiere sie seit 2020, fast immer im Morgengrauen, mit Tarnzelt und viel Geduld. Hier sammle ich, was ich dabei lerne — über Spuren, Gewohnheiten und das Jahr eines Fuchses.
— Jonas, Hochtaunus
Neu im Journal
Letzte Beobachtungen

Der Rüde am Birkenufer
Drei Abende in Folge kreuzt er denselben Uferpfad, immer gegen 18:20. Füchse sind Gewohnheitstiere — solange niemand ihre Wege stört.

Zwei Welpen am Wurzelbau
Zwanzig Minuten, dann bin ich gegangen: Die Fähe war unruhig. Im Frühjahr gilt mehr Abstand als sonst.

Schnüren im Neuschnee
Eine fast gerade Linie, Hinterpfote im Abdruck der Vorderpfote. Im Januar beginnt die Ranz, nachts hört man die Rufe.
„Das beste Bild ist das, bei dem der Fuchs nie erfahren hat, dass ich da war.“Grundregel dieses Journals
Das Fuchsjahr
Wann man was sieht
- Januar – FebruarRanzzeit, nächtliche Rufe, Spuren im Schnee
- März – AprilGeburt der Welpen im Bau
- Mai – JuliWelpen vor dem Bau, Eltern jagen auch tagsüber
- August – OktoberJungfüchse werden selbstständig und wandern ab
- November – DezemberWinterfell, Mäusejagd auf offenen Feldern